Ist die Bibel verfälscht? 

Johannes 8. 1 - 11 & Markus 16. 9 - 20

Herzlich willkommen zu meinem neuen Beitrag. In diesem Beitag gehen wir darauf ein, ob die Bibel verfälscht bzw. ihr etwas hinzugefügt wurde.

 

Wir werfen in diesem Beitrag einen Blick auf zwei Stellen der Bibel, auf die sich im Moment Kritiker besonders beziehen.

 

Es wird unterstellt, dass dem Evangelium von Markus Kapitel 16 die Verse 9 - 20, wo von der Auferstehung Christi die Rede ist und zum anderen dem Evangelium des Johannes Kapitel 8 die Verse 1 - 11, "Jesus und die Ehebrecherin", hinzugefügt worden zu seien.

 

Nach Aussagen von Bibel - Kritikern stehen diese Verse nicht in jeder Handschrift und vor allem wird benannt, dass diese nicht im Codex Sinaiticus beinhaltet sind.

 

Am Anfang muss man wissen, dass natürlich unterschiedliche Ausfertigungen der Bibel existieren, aber deswegen bin ich auch so strikt und halte mich nur an eine bibeltreue Lehre und höre mir zum Beispiel nicht jeden Prediger an, da ich weiß, dass ich dort kein wahres Evangelium zu hören bekomme.

 

Ich habe auch auf meiner Webseite ein Dokument veröffentlicht, in welchem ich neben bibeltreuen Predigern nur bestimmte Bibelübersetzungen empfehle, um meinen Zuhörern und Lesern den Zugang zum wahren Evangelium des Herrn Jesus Christus zugänglich zu machen.

 

Es gibt kein Buch der Welt, von dem nicht verschiedene Abschriften und Manuskripte existieren und so ist es auch mit der Bibel.

 

Auch der Codex Sinaiticus, die älteste gefundene Bibel, ist nur ein Manuskript und beweist nicht, dass diese nun eine Urschrift ist.

 

Zum einem ist der Codex Sinaiticus in Griechisch verfasst und nicht in Hebräisch.

 

Zum anderen fehlen bei dieser Bibel auch Teile im Alten Testament und Neuen Testament. Es wurden auch ganze Bücher im Neuen Testament hinzugefügt.

 

Hinzu kommt, dass der Codex Sinaiticus nicht die älteste Niederschrift ist, die jemals gefunden wurde, denn es gibt ältere Handschriften und auch Handschriften, die im gleichen Jahrhundert datiert wurden und dennoch die besagten Verse enthalten.

 

Die Annahme, dass der Codex Sinaiticus nun ein glaubwürdiger Ankerpunkt ist, um die heute existierende Bibel zu belegen bzw. zu widerlegen, ist somit sehr fragwürdig.

 

So wie heute, gab es auch damals unterschiedliche Schriften. So kennen wir heute die Genfer Übersetzung, die Schlachter, die Elbenfelder, die Luther und so weiter.

 

Man muss dazu sagen, dass es damals nur Manuskripte gab, denn der Buchdruck wurde erst in der Zeit von Martin Luther erfunden und erst in dieser Zeit wurde die Schrift der Masse zugänglich.

 

Aber fangen wir mit dem Evangelium des Johannes Kapitel 8, Verse 1 - 11 an.

 

Viele sind der Ansicht, dass diese Verse erst in späteren Jahrhunderten in die Bibel durch verschiedene Kirchengelehrte eingefügt wurden und dazu gehört auch der bekannte Vers: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!".

 

Wenn man aber tiefer in die Thematik blickt, findet man diesen schon viel früher in Schriften, unter anderem in den Manuskripten von Papias von Hierapolis.

 

Papias war ein Schüler des Apostels Johannes und dieser verwendete 100 n. Chr. in seinem Werk "Fünf Bücher der Darstellung der Herrnworte" auch diesen Vers, jedoch in einer leicht abgewandelten Form.

 

Diese Bücher enthalten die ersten Auslegungen des Neuen Testaments, Papius selbst aber sagte, dass ihm wahrscheinlich die Berichte aus Büchern nichts nützen würden und so erkundigte er sich selbst bei den Aposteln, die für ihn eine lebendige und bleibende Stimme darstellten.

 

Und so finden wir in seinen Schriften:

„Derjenige von Euch, der sich gewiss ist, selbst unschuldig zu sein in Bezug auf die Sünde, derer sie bezichtigt ist, lasst ihn gegen sie aussagen mit dem Beweis, dass er selbst [unschuldig] ist.“

 

Wir sehen also, dass dieses Jesuswort keine Erfindung von Kirchengelehrten der späteren Jahrhunderte ist, sondern es wird verwendet von einem Schüler des Apostels Johannes, der auch seinerseits wieder mit den anderen Aposteln gesprochen hatte!

 

Natürlich trafen die Verse über "Jesus und die Ehebrecherin" nicht gerade auf Zuspruch in der damaligen Welt, da der Ehebruch bis da hin immer die Strafe der Steinigung nach sich gezogen hatte und eine große Sünde war.

Und so sind auch viele der Meinung, dass dies der Grund sei, warum Manuskripte existieren, in denen dies nicht zu finden ist.

 

Kommen wir nun zu Markus Kapitel 16. 9 - 20 und hier wird zunächst von vielen gesagt, dass das Evangelium von Markus das erste und älteste Evangelium sei.

 

Von den Forschern wird Markus auf 66 - 70 n. Chr. datiert, doch das Evangelium von Matthäus, mit dem so gut wie jedes Neuen Testament beginnt, wurde 50 - 60 n. Chr. geschrieben, obwohl einige Forscher der Meinung sind, dass es zwischen 70 - 80 n. Chr. geschrieben wurde.

 

Wie ich bei dem Text aus Johannes "Jesus und die Ehebrecherin" schon gesagt habe, finden wir auch hier vom Alter her unterschiedliche Handschriften, in denen er auch nicht immer enthalten ist.

 

Viele behaupten auch, dass die Auferstehung Christi überhaupt nicht im Evangelium von Markus vorkomme, doch auch wenn die letzten Verse 9 - 20 in manchen Handschriften, wie dem Codex Sinaiticus, nicht enthalten sind, findet man dennoch im Kapitel 16 in den Versen 1 - 19 in anderen Handschriften die Erwähnung der Auferstehung.

 

Die Verse 9-20 werden in einigen Abschriften und Bibeln nicht erwähnt, oder nur als Fußnote aufgelistet und so kommt es dazu, dass am Ende diesem Evangelium unterstellt wird, im Nachhinein der Bibel hinzugefügt worden zu sein.

 

Z.B. in der Elberfelder Bibel steht in der Fußnote, dass diese Verse nicht in anderen Handschriften niedergeschrieben wurden.

 

Aber wie auch bei den vorher erwähnten Versen des Johannes Evangeliums findet man um 100 n. Chr. in Schriften des Schülers von Johannes, "Papias von Hierapolis", diesen Abschnitt niedergeschrieben.


Zum Schluss möchte ich noch einen sehr wichtigen Punkt ansprechen. Ich möchte deutlich sagen, dass genau an diesen Punkten die Bibel-Kritik anfängt.

 

Sobald wir anfangen, an den Texten der Bibel zu zweifeln, zweifeln wir am Wort Gottes und somit an Gott selbst.

 

Natürlich sollte man sich damit beschäftigen, um bei solchen harten Aussagen auch argumentieren zu können.

 

Aber seit Jahrtausenden versuchen Kritiker, die Bibel zu widerlegen und was soll ich sagen, ich habe sie trotzdem in meiner Hand, denn merk dir eins:

 

Gott lässt sich nicht spotten. Er legt Wert auf sein Wort und lässt es nicht verfälschen und er trägt selbst Sorge dafür, dass sein Wort unverfälscht bleibt. Wer die Wahrheit sucht, wird sie finden!

 

Die Frage ist nur: Vertraust du dem Herrn oder vertraust du den Kritikern?

 

Wie gewohnt am Ende einen passenden Bibel Vers von mir aus 2. Korinther 5.7:

 

“Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.”

 

Dein Michael, 21.01.2019

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