Dürfen wir Christen Weihnachten feiern? 

Ciao.. Mein Name ist Michael vom Evangelium Kanal. In diesem Beitrag gehen wir auf die Frage ein, ob wir bibeltreue Christen Weihnachten feiern dürfen.

Für viele Außenstehende klingt allein diese Frage bestimmt schon merkwürdig, denn jeder weiß, wem zu Ehren wir diese Feiertage begehen, nämlich zu Ehren des Herrn Jesus Christus, dem Sohn Gottes. 

Doch finden wir Christen, die die Weihnachtszeit als Gotteslästerung ansehen und aus diesem Grund behandele ich dieses Thema und werde dir zeigen, dass es nicht lästerlich ist, wenn die Liebe zu Jesus Christus die Motivation für dieses Fest ist.

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit dem Jahr 336 nach Chr. in Rom belegt. Zuvor wurde der 25. Dezember von Kaiser Aurelian um 274 n. Chr. als reichsweiter Festtag für Sol Invictus festgelegt; er war in der römischen Antike der Sonnengott. 

Auch andere Kulturen, seien es die Perser, Kelten oder Germanen, feierten daher die Sonnenwende. Man feierte am 25. Dezember, dass der Tag wieder die Herrschaft über die Nacht übernahm.

Viele christliche Kritiker argumentieren, dass wir als Christen keine heidnischen Bräuche und Feste mit dem Christentum vermischen dürfen, da Gott es schon bei den Juden im Alten Testament als Gotteslästerung ansah, wenn sie Feste, die dem Gott Baal gewidmet waren, mit ihren Festen vermischten.

So ist für sie auch das Weihnachtsfest ein übernommenes Fest, denn man feierte ja ursprünglich am 25. Dezember die Anbetung des Sonnengottes Sol Invictus. So ihre Argumentation.

Konstantin der Große setzte als erster römischer Kaiser das Christentum als Staatsreligion ein und hob dessen Verbot im römischen Reich auf.

Zu aller erst muss man wissen, wenn man dieses Thema behandelt, wie unsere damaligen Glaubensbrüder- und Schwestern das Weihnachtsfestes am 25. Dezember in den Gemeinden als den Tag der Geburt des Herrn und Heilands Jesus Christus gefeiert haben.

 

Sie hatten nicht das Glück wie die von Wohlstand geprägten Christen aus der heutigen Zeit, besonders die Christen aus der westlichen Welt. Ihre Zeiten waren hart und der Glaube an unseren Herrn war sehr stark, denn das Bekenntnis zum Herrn stand in der römischen Herrschaft vorher unter Strafe. Sie hatten sich in der Verfolgung bewährt und trotz größter Hindernisse an ihrem Glauben an Jesus Christus festgehalten.

Zu dieser Zeit gab es nur wenige Christen, die sich zum Evangelium bekannten. Erst als Konstantin der Große das Christentum legalisierte, kamen viele zu den damaligen Gemeinden und wollten nun, da es legal war, den Gemeinden beitreten. Die Gemeinden rangen jedoch sehr damit, diese Christen wieder aufzunehmen, denn es zeugte nicht wirklich von einem festen Glauben.

Für die Gemeinden gab es keine Kompromisse, denn Jahrhunderte lang standen sie unter Verfolgung und sie haben wahrhaftig zum Herrn Jesus in diesen Zeiten gestanden.

Sie waren diejenigen, welche die Heiden ermahnt haben, dass es nur einen Gott gibt und dass es nur einen gibt, der errettet. Sie sind über Jahrhunderte nicht von ihrem Glauben abgewichen und haben sich nie Götzen unterworfen.

Würden also unsere Glaubensbrüder- und Schwestern so naiv gewesen sein, nach der Legalisierung des Christentums sich plötzlich weltoffen gegenüber heidnischen Praktiken zu präsentieren?


Sol Invictus, der Gott der Sonne, des Lichtes, stand sozusagen in Konkurrenz zu dem Herrn und Heiland Jesus Christus, denn wir finden im Johannes Evangelium 8.12: Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.

So wie Baal unter anderen Namen in verschiedenen Völkern zu finden ist, so ist auch Sol Invictus häufig unter anderen Namen in anderen Völkern zu finden.

An dieser Stelle möchte ich dich noch einmal fragen: Würden die Urgemeinden nach hunderten von Jahren der Verfolgung plötzlich einen heidnischen Gott anbeten und ihm huldigen? Denn das ist es, was die heutigen christlichen Kritiker, die das Weihnachtsfest ablehnen, den Urgemeinden und den Reformatoren unterstellen.


Es ist also ein wichtiger Schritt der frühen Christen gewesen, dem Evangelium gemäß auch neue Feiertage einzusetzen, die sich sowohl von heidnischen als auch von jüdischen Festen unterschieden und sich in ihrem Kern auf Jesus Christus und Jahwe bezogen

Aber wofür steht denn JHWH? Jahwe ist Gott über allem. Er ist Gott, der Schöpfer. Er ist allmächtig und ewig, unwandelbar und unergründlich, er ist unsterblich und unendlich.

Er ist größer als jeder Gott der Heiden. Größer als Baal. Er ist größer als Sol Invictus. Er steht über allem! Es gibt keinen Tag, an dem er nicht über allem stehen würde!

Schauen wir doch einmal in Kolosser 2.16-17:

"So lasst euch von niemandem richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch im Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat."

Was sagen uns diese Verse aus dem Neuem Testament im Kolosserbrief? Keiner kann dich verurteilen, wenn du bestimmte Feiertage hältst oder ablehnst. Sabbat oder Sonntag. Weihnachten oder kein Weihnachten. Keiner darf dich dafür verurteilen!

Wir Christen des Neuen Bundes haben gute Gründe zu feiern. Man kann es nicht als verwerflich ansehen, dass wir bestimmte Feiertage begehen, an denen wir unseren Herrn ehren und seiner gedenken. In einer Zeit wie heute, die durch einen starken Abfall vom christlichen Glauben und einer Flut fremder Religionen gekennzeichnet ist, sollten wir ganz besonders darauf bestehen, unsere christlichen Feste zu begehen, denn damit setzen wir ein Zeichen für unseren Glauben.

Es ist wichtig, diese wenigen Festtage, die uns als Christen kennzeichnen und unseren Glauben an die Heilige Schrift repräsentieren, auszuleben und die frohe Botschaft in der Welt sichtbar zu machen.

Es ist durchaus ein Argument gegenüber den Kritikern von Weihnachten, dass es unseren Glaubensgeschwistern der frühen Gemeinden gelungen ist, christliche Feste dort zu installieren, wo zuvor über Jahrhunderte heidnische Götter angebetet und deren Feste gefeiert wurden.

Dies sollten wir in Erinnerung behalten!: Jesus Christus ist der Herr über Sol Invictus!

Glaubst du echt, dass die Urgemeinden in einem Akt falscher Toleranz gegenüber dem römischen Reich dessen Fest übernommen haben? Hatten sie sich nicht in der Zeit der Verfolgung durch Standhaftigkeit und Treue zu Jesu Wort ausgezeichnet? Würden sie nun, da sie ihren Glauben frei ausleben konnten, plötzlich so gottlos handeln und ein Fest schaffen, das einen Götzen verehrt? Das ist ihnen nicht zuzutrauen.

Wer so standhaft unter Verfolgung war, wird in einer Welt, in der das Evangelium nicht mehr verboten ist, sicherlich nicht seinen festen Glauben ablegen!

Ist es nicht eher so, dass die christlichen Nationen von heute dem Teufel Raum geben? Ich erinnere dich an Halloween, das am gleichen Tag stattfindet wie der Reformationstag, nur mit dem Unterschied, dass Halloween inzwischen eine weit größere Popularität als der Reformationstag hat. Wo bleibt da der Aufschrei der christlichen Kritiker? Warum wird ein satanischer Götzendienst nicht angeprangert? Warum dient man lieber Satan und den Dämonen,

statt die Leistungen des Reformators Martin Luther bei den Menschen wach zu halten?

Für uns Christen steht die Erlösungstat Jesu am Kreuz im Zentrum unseres Glaubenslebens und so ehren wir mit den heutigen christlichen Feiertagen den Herrn Jesus Christus und an Weihnachten feiern wir seine Geburt in Bethlehem.


Man muss aber auch wissen, dass die verschiedenen Bräuche zum Weihnachtsfest nicht Bestandteil der Feiern der Urgemeinden waren und erst über die Jahrhunderte eingeführt wurden und genau da sollten wir heutigen Christen ansetzen. Auch hier sollten wir die Geister prüfen, ob sie von Gott sind und da kommt auch von mir Kritik.
 

Schauen wir einmal auf den Brauch, sich einen Weihnachtsbaum in das Haus zu stellen. Einen geschmückten Baum findet man in verschiedenen Kulturen und die Pflanzen verkörperten Lebenskraft. Die Menschen von damals glaubten, sich damit Gesundheit und Wohlergehen ins Haus zu holen, deswegen schmückten sie es mit Grünem.

Die Römer bekränzten ihre Häuser mit Lorbeerzweigen und durch das Schmücken eines Baumes zur Wintersonnenwende ehrte man den Sonnengott. In nördlichen Gegenden wurden im Winter Tannenzweige ins Haus gehängt, um so bösen Geistern das Eindringen zu erschweren, aber gleichzeitig gab das Grün Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings.

 

Zu besonderen Anlässen schenkte man sich im antiken Rom Zweige und Kränze von Nadelbäumen, welche Schutz und Glück bringen sollten. 

Erst 300 Jahre nach Martin Luthers Tod wurde der Brauch mit dem Bäumen zu Weihnachten im Christentum eingeführt und galt als Symbol für den Baum des Lebens aus dem Paradies. Der immer grüne Baum stand symbolisch für ewiges Leben und Zweige von Nadelbäumen schützen nach ihrem Glauben vor Unheil.

Auch auf den Weihnachtsmann möchte ich eingehen. Der Weihnachtsmann wird meist als rundlicher, freundlicher alter Mann mit langem weißem Rauschebart, rotem, mit weißem Pelz verbrämten, Gewand dargestellt, mit einem Sack voller Geschenke und einer Rute. Von Kultur zu Kultur unterscheiden sich seine Merkmale.

Die Gestalt des Weihnachtsmannes geht vor allem auf die europäischen Volkslegenden um den heiligen Nikolaus zurück, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr. wirkte und aus der katholischen Ostkirche hervorging.

Nikolaus, der Bischof von Myra, stammte aus der heutigen Türkei und wurde damals angebetet als ein Heiliger, da er Gaben verteilte und manche Wunder getan haben soll.

Der 6. Dezember ist für die katholische Kirche der Gedenktag an den heiligen Nikolaus, aber erst im Laufe der Reformation und der Ablehnung der Heiligenverehrung in vielen Ländern, wurde das Verschenken von Gaben zum Weihnachtsfest eingeführt und dies von unserem großen Reformator Martin Luther.

Die Gestalt des Weihnachtsmannes mit der Zipfelmütze führt uns bis in das frühe Babylon zurück, wo der erste diktatorische Herrscher Nimrod herrschte. Alte Skulpturen zeigen ihn mit einer Art Zipfelmütze und einige Autoren sehen darin eine Verbindung zum Weihnachtsmann.

So sind einige Bräuche vermutlich schon aus dem alten Babylon, die meisten Bräuche haben sich aber erst in späterer christlicher Zeit entwickelt und können nicht mit der Urgemeinde in Verbindung gebracht werden.

 

Wie wir sehen, haben Weihnachtsbräuche durchaus auch heidnische Komponenten. In wie weit wir sie als Christen übernehmen, sollten wir uns gründlich vor dem Herrn überlegen.


Ich möchte nicht versäumen, den weit verbreiteten Glauben an das Christkind zu erwähnen.

Die Tradition des Christkinds entstand im 16. Jahrhundert auch durch den Reformator Martin Luther zur Zeit der Reformation, der die Heiligenverehrung des Nikolaus am 6. Dezember ablehnte.

Das Christkind ersetzte den Brauch der Zipfelmänner, welche Geschenke verteilten. Interessanterweise ist die Idee des Christkinds heute in vorwiegend katholischen Gegenden verbreitet, was der früheren Intention widerspricht. Zudem entspricht es auch nicht der Realität, dieses Christkind einem Engel oder gar dem Herrn Jesus gleichzusetzen.

Das Krippenspiel, welches die Geschichte der Geburt von Jesus erzählt, geht zurück ins 10. Jahrhundert n. Chr. und in der heutigen Zeit wird es in vielen Kirchen am Heiligabend aufgeführt.

Dabei werden biblische Szenen gespielt, die die Geburt Jesu mit Maria und Josef im Stall in Bethlehem zeigen, die von den Engeln berichten, die Gott in der Höhe preisen und von den Hirten und den Weisen aus dem Morgenland erzählen. Da es sich hier um eine schauspielerische Verarbeitung von Bibeltexten handelt, ist meiner Meinung nach nichts dagegen einzuwenden.

Es gibt mittlerweile auch viele Leute, die sich anstelle eines Baumes eine Krippe zu Weihnachten ins Wohnzimmer stellen.

Die eigentliche Problematik des Weihnachtsfestes liegt heute aber ganz woanders! Feierst du wirklich zu Weihnachten die Geburt Jesu, ist der Gedanke an Jesus in dir gegenwärtig und würde sich der Herr Jesus in deinem Tun wiederfinden? Ist das Wesen deiner Feierlichkeiten wirklich die Freude über die Geburt deines Erlösers? Geburtstage feiert man zu Ehren einer Person und aus Dankbarkeit, dass diese von Gott ins Leben gerufen wurde. So sollen wir auch das Weihnachtsfest in diesem Geist feiern und nicht zu Konsumorgien entarten lassen. Wir sollen den Kindern keine Märchen vom Weihnachtsmann, Nikolaus oder dem Christkind erzählen, sondern ihnen vermitteln, dass unser Erlöser geboren ist und in Liedern und Texten darauf aufmerksam machen.

In einer Zeit der Hektik steigert sich diese gerade zu Weihnachten in übertriebenem Maß und statt der sprichwörtlichen Besinnlichkeit nehmen uns Gedanken an Geschenke, Raumschmuck, Festessen und Familienzusammenkünfte völlig in Beschlag und am Ende fällt das Geburtstagskind unter den Tisch.
 
Weihnachten ist eine christliche Tradition und wird weltweit als solche gefeiert. Wenn nun ganz besonders wohlmeinende Christen auch noch dieses Fest abschaffen wollen und ihm eine heidnische Bedeutung zudiktieren, was bleibt denn dann noch an Christlichem in einer Welt, die sich fast zu Tode feiert auf Partys, Festivals, Rock-Konzerten, Stadtfesten und Grillpartys?

 

Zu unseren Werten gehört nun einmal das Weihnachtsfest und wenigstens dann weht noch ein Hauch christlichen Geistes durch die Völker der Welt. Bevor wir alles über Bord kippen, sollten wir den Ursprung und die Geschichte dieses Festes durchleuchten, sollten wir, wie ich es in diesem Video getan habe, die Traditionen prüfen und das Gute behalten und den wahren Geist von Weihnachten wieder aufleben lassen

Ich möchte keinen von den Kritikern mit meinen Thesen angreifen. Du bist auch nicht verpflichtet, Weihnachten zu feiern und wenn du Weihnachten feiern möchtest, ist dies auch nicht verwerflich, dies möchte ich noch einmal deutlich sagen.

Wie der Apostel Paulus sagt, richte ich auch nicht. Ich möchte dich jedoch sensibilisieren für eine

differenzierte Sicht von Weihnachten und für die Überlegung, ob es wirklich richtig und notwendig ist, auf ein weiteres christliches Fest zu verzichten.

Kolosser 2. 4-5

Das sage ich aber, damit euch nicht irgendjemand durch Überredungskünste zu Trugschlüssen verleitet. Denn wenn ich auch nicht leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und sehe mit Freuden eure Ordnung und eures Glaubens an Christus.

In diesem Sinne, wünsche ich euch ein frohes Fest, solange dein Fest das Wesen Christi hat..

 

dein Michael, 27.08.2018

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